DJ(ane)- Workshop für Anfänger

DJAnfanger

Heiß auf Vinyl? Oder doch lieber Digital-Mixing? Dabei muss das eine das andere aber gar nicht ausschließen. Wenn Dir diese Begriffe noch gar nichts sagen und Du die Basics des DJings gerne lernen möchtest, bist Du zum DJ-Workshop herzlich eingeladen. Themen des Workshops sind u.a. das DJ-Equipment, Mixtechniken und die Musikauswahl. Damit Dein Musikgeschmack berücksichtigt wird, bringe bitte eine (oder auch mehrere) CD(s) mit Deinen Lieblingstracks zum Workshop mit.

 

Mit: Oliver Jost, DJ

Frankfurter Neue Presse vom 05.03.2012

 

Beim DJ-Workshop für Anfänger in der Jugendkulturkirche Sankt Peter lernen die Teilnehmer erste Grundlagen des "Auflegens" kennen.

 

DJ-Workshop

Nicola (li.) und Julii sind noch etwas zurückhaltend und trauen der Technik nicht. Deshalb erklärt Oliver Jost beim DJ-Workshop in der Jugendkulturkirche Sankt Peter den beiden, welche Knöpfe und Schalter sie zu bedienen haben. Foto: Rainer Rüffer

 

Innenstadt. Für Julii (13) und Nicola (15) ist alles noch etwas verwirrend. Überall sind Knöpfe und Schalter. Die beiden stehen zum ersten Mal an einer DJ-Station und wollen endlich auflegen. Bevor es losgehen kann, erklärt Oliver Jost (31) den beiden Teenagern die verschiedenen Funktionen von Mischpult und das Zusammenspiel mit dem sogenannten DJ-Programm auf dem Computer. Das traditionelle Bild eines "Disc-Jockeys", der am Plattenteller mit den Vinyl-Scheiben jongliert und sanfte Übergänge von einem Lied zum nächsten schafft, ist scheinbar überholt. Trotzdem hat Jost, der selbst seit 13 Jahren als DJ arbeitet und sein Wissen an die Jugendlichen weitergibt, mal seinen Plattenkoffer mitgebracht. "Hebt den doch mal hoch, damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie es bis vor ein paar Jahren üblich war", sagt er. Gut 80 traditionelle Schallplatten haben Platz in dem Koffer, der so richtig schwer ist.

Nicht ganz ausgedient

Das stellen die acht Jugendlichen, die beim DJ-Workshop für Anfänger in der Jugendkulturkirche Sankt Peter mitmachen auch fest und sind froh, dass – der modernen Technik sei dank – mittlerweile hauptsächlich mit CDs und MP3-Dateien hantiert. Doch ganz ausgedient hat die klassische Schallplatte noch nicht: "Es gibt noch einige DJs, die damit arbeiten", erklärt Jost. "Die Klangqualität einer Schallplatte ist auch viel besser als bei einer digitalen Wiedergabe", meint Workshop-Teilnehmer Vincent (13).

Ohne PC läuft nichts

Allerdings hat keiner eine Schallplatte mitgebracht. Alle haben ihre Lieblingsmusik auf USB-Sticks geladen. "Meine Eltern haben im Keller noch einen Plattenspieler. Ob der überhaupt noch funktioniert, wissen wir nicht. Dort stehen auch noch die Schallplatten meines Vaters", erzählt Julii. Eines ist jedenfalls schnell deutlich – wer heute als DJ arbeiten möchte, dem stehen viele technische Errungenschaften zur Verfügung und ohne Computer läuft das moderne Auflegen heute nicht. Ein schwerer DJ-Koffer, wie Oliver Jost ihn vorführt, fällt damit schon einmal weg. Statt Plattenspieler und Mischpult reicht auch schon ein sogenannter DJ-Midi-Controller aus, ein Gerät, das mit dem PC verbunden werden kann. Auch Plattenspieler oder CD-Player können daran angeschlossen werden. Das Gerät hat viele Funktionen, unter anderem besteht zum Beispiel die Möglichkeit die Geschwindigkeit zweier Lieder so einzustellen, dass sie synchron abgespielt werden können, um sie etwa miteinander zu mischen. Mit einem solchen Gerät hat Sami (16) schon Erfahrung, er hat schon mal bei einer Party "aufgelegt". "Der Vorteil ist, dass das Gerät zusammen mit dem Laptop leicht zu transportieren ist und man es überall mitnehmen kann." Sami kann sich durchaus vorstellen, nach Abschluss der Schule einmal als DJ zu arbeiten. "Uns ist es wichtig, dass wir solche Angebote für Jugendliche machen, also solche Themen auswählen, die sie wirklich interessieren und die etwas mit Kultur zu tun haben", sagt Eva Rhodius-Reinprecht, zuständig für die Organisation der Workshops. Nach jedem Workshop würden die Teilnehmer unter anderen danach befragt, welches Angebot sie sich wünschen würden. "Es gibt aber auch junge Menschen, die etwas ganz besonderes können und bei uns anrufen und fragen, ob sie ihr Wissen in einem Workshop weitergeben dürfen." Außerdem werde regelmäßig danach recherchiert, was bei den Jugendlichen angesagt sei. "Wichtig ist, dass die Jugendlichen die Möglichkeit haben sich auszuprobieren, ohne sich langfristig binden zu müssen", fügt sie hinzu. Eine langfristige Bindung an einen über mehrere Wochen andauernden Kurs sei aufgrund der schulischen Verpflichtungen nicht realisierbar. Workshops, die in Sankt Peter angeboten werden, sind an den Wochenenden – mal halb-, mal ganztätig oder auch das komplette Wochenende. Die Preise variieren von 10 bis 30 Euro.

Bei Partys auflegen

Julii und Nicola vom DJ-Workshop wissen noch nicht, ob sie ihr neu erlerntes Wissen zu Hause umsetzen können, da ihnen die Ausstattung fehlt. Spaß macht es ihnen auf jeden Fall. Alle Teilnehmer wollen über kurz oder lang mal auf einer Privatparty "auflegen" – allerdings nicht im traditionellen Sinn mit Schallplatten, sondern mit digitalen Dateien. alf

Anmeldung zu dieser Veranstaltung

Teilnahmebeitrag und Rücktrittsbedingungen

Der Teilnahmebeitrag ist nach Erhalt der schriftlichen Anmeldebestätigung auf folgendes Konto zu überweisen:

jugend-kultur-kirche sankt peter gGmbH
EKK Frankfurt
IBAN: DE 56 5206 0410 0004 0044 18
BIC: GENODEF1EK1

 

Mit dem Eingang der ausgefüllten Anmeldekarte oder des Onlineformulars ist die Anmeldung verbindlich.
(Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungseingänge vergeben. Der Teilnahmebeitrag kann nur dann erlassen werden, wenn die Anmeldung mindestens 8 Tage vor Beginn des Workshops schriftlich zurückgenommen wird.)